Geschichte

Marrakech - Menara Gärten

Pavillion in den Menaragärten, im Hintergrund das Atlasgebirge - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Acp - Lizenz s.u.




Lage

Marokkokarte

(Karte kann vergrößert werden!)



Marokko
liegt in Nordwest-Afrika. Vom spanischen Süden aus (Gibraltar, Tarifa, Cadiz,) ist es bequem als Tagesausflug (Tanger, Tetouan) auf den afrikanischen Kontinent einzuplanen. Es grenzt im Osten an Algerien, im Süden an die (von Marokko nicht anerkannte und seit 1979 annektierte) Republik Sahara (vormals Spanisch Sahara), im Norden an das Mittelmeer und die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, im Westen an den Atlantik.


 

Marokko



Dynastien

Essaouira

Portugiesische Festung am Hafen


Seit 500.000 Jahren bildet Marokko eine Brücke zwischen Orient, Afrika und Europa. Ausgrabungsfunde und Felszeichnungen belegen, dass das Land bereits sehr früh besiedelt war. Über die ersten Berber, die vermutlich vom Osten her kamen, ist wenig bekannt. Beherrscht wurde Marokko in der Geschichte von Dynastien, die teils berberischer, teils arabischer Herkunft waren. Die Almoraviden herrschten zwischen 1046 und 1147, die Almohaden (muslimische Berber-Dynastie) zwischen 1147 und 1269, die Meriniden zwischen den Jahren 1269 und 1465. Ihnen folgten von 1465 - 1549 die Wattasiden gefolgt von der Dynastie der Saadier, die von 1549 - 1664 über Marokko herrschten. Ab 1664 lenkt die Dynastie der Alawiden Marokko, unterbrochen von einem 44 Jahre währenden Protektorat der Franzosen zwischen 1912 und 1956.

 

Al-Andalus

Balearen - Insel Mallorca

Palma - Maurische Bäder Banys Arabs


Um 1056 besetzten die Almoraviden (1046 - 1147) die Gebiete in Südwest-Marokko. Die Almoraviden waren eine Berberdynastie, deren Machtbereich sich von Mauretanien, über die Westsahara, später Marokko, Algerien und Al-Andalus (Teile der Iberischen Halbinsel) ausbreitete. Unter dem Herrscher Ali ibn Yusuf (1106 1143) konnten auch Valencia und Saragossa in Andalusien sowie die Inselwelt der Balearen unterworfen werden. Ab 1118 erstarkte im südlichen Marokko die militante, sittenstrenge Reformbewegung der Almohaden, die ab 1147 an die Macht gelangten.

 

Marrakech - Koutoubia Moschee

Detail des Minaretts


Die Almohaden waren eine muslimische Berber-Dynastie, die zwischen 1147 und 1269 über den Maghreb und al-Andalus (der maurisch beherrschte Teil der Iberischen Halbinsel) herrschten. Während der Regierungszeit der Almohaden wurde in Marrakech die Koutoubia-Moschee errichtet. Ihre Nachfolger, die Dynastie der Mériniden waren ebenfalls berberischen Ursprungs und regierten vom 13. Jahrhundert bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Danach - etwa ab 1465 (wahrscheinlich schon früher!) - erlangte die Dynastie der Wattasiden die Regentschaft (auch berberischen Ursprungs) bis zum Jahr 1549.

 

Agadir - Kasbah von Agadir

...gewaltige Mauern...


Die Wattasiden waren nicht in der Lage, die Macht der Portugiesen zu brechen, deren Eroberung der Häfen am Atlantik und anderer Orte nicht verhindert werden konnte. Dieses Vakuum nutzen die Saadier, die zuerst in Südmarokko unter dem Scheich Ahmad al-Arudsch von 1517 bis 1544 an die Macht kamen. Die Saadier waren eine muslimische Dynastie, die von 1549 bis 1664 über das heutige Marokko herrschte. Durch die Eroberung des portugiesischen Agadir gewannen die Saadier breite Unterstützung und konnten gegen den Widerstand von Bu Hassun 1549 die Wattasiden stürzen. Abgelöst wurden die Saadier 1664 von den Alawiden. Die Alawiden - auch Alaviden oder Alaouiten genannt - sind seit dieser Zeit die herrschende Königsdynastie in Marokko.

 

INFORMATIONEN ZUR GESCHICHTE VON MAROKKO




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Quellenangabe:


Das Foto "Pavillion in den Menaragärten, im Hintergrund das Atlasgebirge - Autor: Acp" stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. Das Foto ist lizenziert unter der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported", deren Bedingungen Sie hier einsehen können.


 



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